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Camping Ardèche am Fluss: Baden, Kanu und Schluchten

Camping in der Ardèche am Fluss heißt: Urlaub zwischen Kalkfelsen, Badebuchten und Paddelstrecken. Der Fluss ist rund 125 Kilometer lang, und sein bekanntester Abschnitt sind die Gorges de l'Ardèche mit dem über 60 Meter hohen Felsbogen Pont d'Arc.

Die Liste darunter zeigt Campingplätze im Département Ardèche mit Flusslage. Damit Ihre Planung gelingt, erfahren Sie hier, welche Paddelstrecken es gibt, wo im Sommer beaufsichtigt gebadet wird, welche Regeln im Naturreservat gelten und wann sich die Reise besonders lohnt. Auch abseits des Wassers lohnt sich die Region: Die Panoramastraße D290 und die Dörfer entlang des Flusses sind beliebte Ausflugsziele.

Pont d'Arc und die Ardèche-Schlucht

Die Schlucht zieht sich zwischen Vallon-Pont-d'Arc und Saint-Martin-d'Ardèche über rund 30 Kilometer. Ihr unterer Teil ist als Réserve naturelle des Gorges de l'Ardèche geschützt. Kalkwände ragen dort bis zu 200 Meter hoch auf.

Wer nicht paddelt, kann die Schlucht auf der Panoramastraße D290 erkunden, die in den 1960er-Jahren angelegt wurde und mit Aussichtspunkten am Rand der Schlucht entlangführt. Ausgangspunkt für die meisten Ausflüge ist Vallon-Pont-d'Arc. Im Sommer sind Straße, Parkplätze und Einstiegsstellen stark besucht, ein früher Start hilft. Am Pont d'Arc selbst ist das Parken von April bis September kostenpflichtig, kostenlose Shuttle-Busse fahren ab Vallon.

Nach Angaben von Wikivoyage paddeln jährlich rund 100.000 Menschen durch die Schlucht, und die D290 zieht mehr als 1,2 Millionen Besucher an.

Kanu und Kajak auf der Ardèche

Die klassische Strecke führt von Vallon-Pont-d'Arc bis Sauze (rund 30 Kilometer, etwa 7 Stunden). Kürzere Varianten gibt es ebenfalls. Der Mittellauf zwischen Aubenas und Ruoms ist ruhiger, der Oberlauf ist Wildwasser für Profis. Zwischen Ruoms und Vallon ist der Fluss wegen zahlreicher Wehre nicht befahrbar.

Nach Angaben von Frankreich-Tourismus ist der Fluss von April bis November befahrbar. Für Familien gilt der Hochsommer als geeignet, weil die Strömung dann ruhiger ist. Die Schlucht ist per Präfekturerlass geregelt; aktuelle Pegel zeigt Vigicrues. Nach Anbieterangaben fällt das Paddeln wegen Wassermangels praktisch nie aus, weil vier Talsperren für Niedrigwasserstützung sorgen.

Wildwasserstufen IV bis VI kennzeichnen den Oberlauf, im Mittellauf sind es die Stufen I bis III. Einsteiger bleiben besser auf den üblichen Standardstrecken der Verleiher.

Baden: beaufsichtigte Strände und Blaue Flaggen

Offiziell beaufsichtigte Badestellen sind in der Ardèche vom 1. Juli bis 31. August besetzt. Insgesamt gibt es 26 öffentliche Strände an Ardèche, Beaume, Chassezac, Lignon und Borne.

Bekannte Stellen sind der Sandstrand oberhalb und unterhalb des Pont d'Arc (mit Aufsicht im Sommer), Balazuc und Salavas jeweils unter der Brücke sowie Saint-Just-d'Ardèche. In Saint-Martin-d'Ardèche tragen 2026 drei Strände die Blaue Flagge: Grain de Sel, Pont Cassé und Sauze. Wasserqualität und Aufsicht lassen sich über die Seite Ardèche Inf'Eau Plage prüfen. Außerhalb der Saison und an unbewachten Stellen sollten Sie besonders vorsichtig sein.

Laut einem Verleiher wird die Wasserqualität regelmäßig von der Gesundheitsbehörde ARS geprüft. Beaufsichtigen Sie Kinder trotzdem stets.

Regeln im Naturreservat

In der Schlucht gelten strenge Vorgaben zum Schutz von Natur und Vögeln. Übernachten ist nur an den beiden Biwakplätzen Gaud und Gournier erlaubt, überall sonst ist Camping oder Biwak verboten, auch im Fahrzeug an Aussichtspunkten. Das Biwak ist begrenzt, rechtzeitig reservieren.

  • Feuer sind verboten.
  • Hunde müssen angeleint sein und dürfen nicht ins Kanu.
  • Drohnen, Lärm (etwa Lautsprecher) und Müll sind untersagt.
  • Fossilien, Mineralien und Knochen dürfen nicht gesammelt werden.
  • Im Reservat gilt eine Sperre ab 18 Uhr für die Einfahrt in die Schlucht.

Klima, Unwetter und Reisezeit

Die Ardèche hat ein mediterran geprägtes Klima mit heißen, trockenen Sommern. Im Herbst können sogenannte Cevennen-Episoden, also heftiger Starkregen im Bergland, Flüsse rasch anschwellen lassen. Für Camper am Ufer heißt das: Wetterwarnungen beachten und den Platz nicht in Ufernähe zu wählen, wenn Unwetter angesagt sind.

Frühling und Frühherbst eignen sich für Wanderungen und Paddeln außerhalb der Hauptferien. Wer beaufsichtigte Strände nutzen möchte, plant Juli oder August ein. Fahrzeiten aus Deutschland hängen stark vom Startort ab; rechnen Sie in den Ferienwochen mit Verkehr auf den Zufahrten ins Tal.

Im Hochsommer sind zudem Waldbrandhinweise zu beachten; im Reservat sind Feuer ohnehin verboten.

Was unternehmen? Ideen und Tagesplan

Die Ardèche bietet Schluchten, Kanu, Höhlen und Dörfer am Fluss. Planen Sie aktive Wassertage getrennt von Höhlen- und Dorfbesuchen. Rund um Vallon-Pont-d'Arc liegen viele Ziele nah beieinander; die Tagespläne zeigen eine mögliche Reihenfolge für drei Tage.

Natur & Landschaft

  • Pont d'Arc 1-2 StundenNatürlicher Felsbogen über dem Fluss am Eingang der Schlucht, mit weißen Kalkfelsen und türkisgrünem Wasser. Vallon-Pont-d'Arc ist der praktischste Ausgangsort. Ein Tag reicht für Felsbogen und Panoramastraße.
  • Route des Gorges halber TagPanoramastraße am Rand der Schlucht, etwa 29 Kilometer lang, mit elf Aussichtspunkten. Man erreicht die Belvédères bequem mit dem Auto, auch ohne Wanderung.
  • Cirque de la Madeleine 1-2 StundenMarkante Flussschleife, umgeben von hohen Felswänden, an der Route der Schlucht. Am selben Ort liegt die Tropfsteinhöhle Grotte de la Madeleine.
  • Vallée du Tiourre halber TagSieben Kilometer langer Rundweg durch Garrigue-Landschaft mit einem wiederbelebten Bergdorf. Ruhiger als die Schlucht und gut für einen entspannten Wandertag abseits der Menschenmengen.

Kultur & Sehenswürdigkeiten

  • Balazuc 1-2 StundenAls eines der schönsten Dörfer Frankreichs ausgezeichnet, mit übereinander gestapelten Steinhäusern und Töpferwerkstätten. Gut zu Fuß zu erkunden.
  • Vogüé 1-2 StundenEbenfalls eines der schönsten Dörfer Frankreichs, mit dem Château de Vogüé aus dem 15. Jahrhundert und einem Eisenbahnviadukt von 1877, das heute ein Fußweg ist.
  • Grotte Chauvet 2 halber TagNachbau der Chauvet-Höhle mit 425 Zeichnungen und Malereien, die über 36.000 Jahre alt sind. Die Führung dauert etwa eine Stunde, dazu kommt die Aurignacien-Galerie. Insgesamt etwa ein halber Tag.
  • Cité de la Préhistoire in Orgnac 2-3 StundenMuseum zu 350.000 Jahren Menschheitsgeschichte mit Touchscreen-Spielen, Feuervorführungen und Speerwerfen. Es liegt direkt am Aven d'Orgnac.

Aktiv & Sport

  • Kanu durch die Schlucht ganzer TagEs gibt Strecken von kurzen sechs Kilometern für Anfänger bis zu 32 Kilometern durch das Naturreservat. Zwei Tage sind für die Langstrecke bequemer, Übernachtung an den Plätzen Gaud und Gournier.
  • Baden an den Kiesstränden 1-2 StundenAn vielen Stellen kann man im Fluss schwimmen, besonders an zugänglichen Kiesstränden. Auf Strömung und Wasserstand achten.
  • Maubois-Pfad bei Orgnac 1-2 StundenWanderweg mit zwei Varianten von 30 Minuten oder einer Stunde, der am Aven d'Orgnac beginnt und Stationen zur Geologie des Plateaus hat.
  • Via cordata und Abseilen am Aven d'Orgnac halber TagMarkierter Parcours in 40 Metern Höhe mit Seilrutsche sowie Abseilen aus 50 Metern am natürlichen Höhleneingang. Geführte Touren im Höhleninneren erfordern eine Vorbuchung.

Mit Kindern

  • Speleominot am Aven d'Orgnac halber TagDreistündiges Programm für Kinder von 7 bis 12 Jahren mit Minikletterei und Höhlenerkundung, angeboten am Aven d'Orgnac.
  • Aurignacien-Galerie bei Chauvet 2 1-2 StundenInteraktiver Bereich mit Nachbildungen, Filmen und Touchscreens zum Leben der Höhlenmaler. Saisonal gibt es Workshops für Kinder.
  • Cité de la Préhistoire 2-3 StundenSpielerische Stationen mit Feuerdemonstrationen, Feuersteinbearbeitung und Wurfübungen mit Repliken machen die Steinzeit für Kinder greifbar.
  • Wandern im Wald von Chauvet 2 1-2 StundenDer Waldpark rund um Chauvet 2 hat einen Aussichtspunkt und Aktivitätsbereiche. Ein Ausgleich zur Führung im Nachbau der Höhle.

Bei Regen

  • Aven d'Orgnac halber TagHöhle, in die man etwa 120 Meter hinabsteigt, mit Ton- und Lichteffekten. Die Temperatur beträgt nicht mehr als 11 Grad, daher warm anziehen; zurück geht es per Aufzug.
  • Grotte Chauvet 2 halber TagAuch bei zu heißem oder regnerischem Wetter eine gute Alternative zu Kanu und Baden. Geöffnet an allen Tagen des Jahres.
  • Grotte de la Madeleine 1-2 StundenTropfsteinhöhle mit Stalaktiten und Stalagmiten an der Panoramastraße der Schlucht, geeignet für heiße oder regnerische Tage.
  • Aven Marzal 1-2 StundenWeitere Tropfsteinhöhle der Region mit Stalaktiten und Stalagmiten, als Alternative zu Orgnac für einen Regen- oder Hitzetag.

Beispiel-Tagespläne

Tag 1: Wasser und Schlucht

Vormittag
Mit dem Kanu ab Vallon-Pont-d'Arc unter dem Pont d'Arc hindurch, für Einsteiger auf einer der kurzen Strecken ab etwa sechs Kilometern.
Nachmittag
Baden an einem Kiesstrand oder Panoramastraße abfahren, mit den Aussichtspunkten und dem Cirque de la Madeleine.
Abend
Früh zurück zum Platz, ausruhen nach dem aktiven Tag und gemeinsames Abendessen.

Tag 2: Höhlen und Vorgeschichte

Vormittag
Grotte Chauvet 2 bei Vallon-Pont-d'Arc besuchen, mit rund einstündiger Führung und anschließend dem Rundgang durch die Aurignacien-Galerie.
Nachmittag
Zum Aven d'Orgnac fahren, in die Höhle absteigen und die Cité de la Préhistoire besuchen. Warme Kleidung für die kühle Höhle mitnehmen.
Abend
Ruhiger Abend am Platz mit regionalem Essen und Erholung von den Höhlen.

Tag 3: Dörfer am Fluss

Vormittag
Rundgang durch Vogüé mit Château und Eisenbahnviadukt, danach weiter nach Balazuc zu den Steinhäusern und Töpferwerkstätten.
Nachmittag
Baden im Fluss oder ein Spaziergang am Ufer zwischen den Dörfern; die Vallée du Tiourre ist eine ruhigere Alternative.
Abend
Abendessen im Dorf oder am Platz und ein Spaziergang in der Abendsonne.

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12 passende Campingplätze in unserer Datenbank, nach Ort gruppiert.

Ardèche (12)

Häufige Fragen

Wann kann man in den Ardèche-Schluchten paddeln?

Die Saison reicht laut Tourismusangaben von April bis November. Die Schlucht unterliegt einer Präfekturverordnung, aktuelle Pegel zeigt Vigicrues. Nach der Einfahrtssperre ab 18 Uhr sollte man nicht mehr starten. Fragen Sie vor Ort beim Verleih nach den geltenden Regeln.

Wie lange dauert die Fahrt von Vallon-Pont-d'Arc nach Sauze?

Die Hauptstrecke ist etwa 30 Kilometer lang und dauert rund 7 Stunden. Kürzere Varianten werden ebenfalls angeboten. Planen Sie Pausen ein und starten Sie früh, damit Sie vor der Sperre um 18 Uhr eingefahren sind.

Darf man in der Schlucht wild campen?

Nein. Übernachten ist nur an den zwei Biwakplätzen Gaud und Gournier erlaubt, für die man rechtzeitig reservieren sollte. Feuer sind im Reservat verboten, und auch Übernachten im Fahrzeug an Aussichtspunkten ist untersagt.

Wo gibt es beaufsichtigte Badestellen?

Zwischen 1. Juli und 31. August sind unter anderem der Strand am Pont d'Arc, Balazuc und Salavas beaufsichtigt. In Saint-Martin-d'Ardèche haben drei Strände 2026 die Blaue Flagge. Aktuelle Infos bietet Ardèche Inf'Eau Plage.

Was bedeutet Hochwassergefahr an der Ardèche?

Nach Starkregen im Bergland, besonders im Herbst, können Flüsse schnell steigen. Beachten Sie Wetterwarnungen, Pegelangaben und die Hinweise der Campingleitung, und lagern Sie Ausrüstung nicht am Ufer, wenn Unwetter angekündigt ist.

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Quellen

Redaktionelle Recherche, Stand: September 2026. Regeln und Preise vor der Reise beim Anbieter bzw. vor Ort prüfen.