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Camping Dordogne am Fluss: Kanu, Burgen und Badestellen
Camping in der Dordogne am Fluss verbindet Urlaub im Périgord mit Kanufahrten, Badestellen und Ausflügen zu Burgen und Höhlen. Das Département ist von mehr als 600 Kilometern mäandernder Flüsse durchzogen, darunter Dordogne, Vézère, Isle, Dronne und Céou.
Die folgende Liste zeigt Campingplätze im Département Dordogne mit Flusslage. Hier lesen Sie vorab, welche Abschnitte sich zum Paddeln eignen, was Sie im Périgord Noir besichtigen können, worauf beim Baden zu achten ist und wann die Region am angenehmsten ist. Dazu kommen Burgen, Felswände und Dörfer, die sich vom Wasser aus oder auf kurzen Ausflügen erreichen lassen.
Kanufahren: die drei Hauptabschnitte
Der meistbefahrene Bereich der Dordogne reicht von Carsac bis Limeuil und ist etwa 35 Kilometer lang. Er lässt sich in drei Etappen teilen:
Carsac bis La Roque-Gageac: 12 Kilometer, ca. 2 Stunden, ruhig und familienfreundlich.
La Roque-Gageac bis Beynac: 8 Kilometer, ca. 1,5 Stunden, landschaftlich besonders reizvoll.
Beynac bis Limeuil: 15 Kilometer, ca. 3 Stunden, naturnäher und ruhiger.
Verleiher setzen Paddler per Minibus flussaufwärts ab, Touren dauern von 2 Stunden bis zu mehreren Tagen. Bei Starkregen wird die Strömung schneller, dann sollte man nach Empfehlung der Anbieter nicht fahren.
Der Preis der Touren enthält bei den meisten Anbietern Boot, Paddel, Weste und Rückfahrt per Shuttle. Neben Kanus gibt es vielerorts Kajaks und Stand-up-Paddling-Boards.
Saison und Sicherheit auf dem Wasser
Die Kanusaison läuft laut Maison du Périgord offiziell von Anfang Mai bis Ende September. Juni und September gelten als ideal: genug Wasser, weniger Andrang, Wassertemperaturen von etwa 18 bis 22 Grad.
Rettungswesten sind Pflicht und werden gestellt. Für die Fahrt wird meist ein Schwimmnachweis über 25 Meter verlangt, Kinder unter 7 Jahren brauchen einen erfahrenen Erwachsenen. Vor dem Paddeln sollte man keinen Alkohol trinken. Kentert das Boot, treibt man auf dem Rücken mit den Füßen voraus in Fließrichtung. Details variieren je nach Anbieter, fragen Sie vor der Buchung nach.
Für Familien mit kleinen Kindern bietet sich der ruhige Abschnitt ab Carsac an. Erfahrene Paddler wählen den längeren, naturnahen Abschnitt bis Limeuil.
Burgen, Dörfer und Vorgeschichte
Auf dem Fluss zwischen La Roque-Gageac und Beynac reihen sich innerhalb weniger Kilometer die Burgen Castelnaud, Marqueyssac, Fayrac und Beynac auf. Die Gärten von Marqueyssac sind für ihre geschwungenen Buchsbaumhecken bekannt.
Sarlat-la-Canéda gilt als Hauptstadt des Périgord Noir und als eine der besterhaltenen mittelalterlichen Städte Frankreichs. Les Eyzies wird als Welthauptstadt der Prähistorie bezeichnet und beherbergt das Nationale Prähistorische Museum. Die Höhle von Lascaux bei Montignac ist für die Öffentlichkeit geschlossen, als Alternative dient die Nachbildung Lascaux 4. Öffnungszeiten und Tickets vor dem Besuch prüfen.
Das Gebiet liegt in einer Landschaft, die als UNESCO-Biosphärenreservat klassifiziert ist.
Für Kinder sind die Gärten und Burgen ein beliebtes Ausflugsziel.
Baden im Fluss: Aufsicht und Wasserqualität
Der Fluss hat oft geringe Strömung, die Tiefe kann sich aber schnell ändern. Nach starken Regenfällen verändert sich der Durchfluss. Beaufsichtigte Badestellen gibt es nur an einigen Stränden und meist im Juli und August, so etwa in Limeuil am Zusammenfluss von Dordogne und Vézère. Beliebt sind zudem sandige Uferstellen wie Vitrac-Port am Fuß der Burg oder der Strand von Cénac-et-Saint-Julien gegenüber Domme.
Die Gesundheitsbehörde ARS Nouvelle-Aquitaine kontrolliert die Badegewässer. Im Sommer 2025 wurde an vier Flussstellen, darunter Limeuil und Alles-sur-Dordogne, wegen giftbildender Cyanobakterien das Baden verboten. An anderen Stellen wurde vor Algenteppichen gewarnt. Aktuelle Badeverbote vor Ort und bei der ARS prüfen.
Klima und Reisezeit
Im Sommer liegen die Durchschnittstemperaturen in der Dordogne bei etwa 27 Grad, bei Bergerac sind Hitzespitzen um 35 Grad möglich. Der Juli ist mit rund 48 Millimetern Niederschlag vergleichsweise trocken. Gegen Ende heißer Tage sind heftige Gewitter mit Hagel und Windböen möglich.
Wer den Trubel im Juli und August meiden will, wählt Mai, Juni oder September. Die Zwischensaison eignet sich auch gut für Städte wie Sarlat, Périgueux oder Bergerac. Fahrzeiten aus Deutschland hängen stark vom Startort ab und werden hier nicht genannt.
Die meisten Niederschläge fallen im Januar und März mit rund 120 Millimetern.
Was unternehmen? Ideen und Tagesplan
Das Dordogne-Tal im Périgord verbindet Burgen, Felsendörfer, Höhlen und ruhiges Wasser auf engem Raum. Die Ideen sind nach Interesse und Wetter sortiert. Die drei Tagespläne kombinieren jeweils Ziele aus derselben Ecke des Tals, damit die Wege kurz bleiben und mehr Zeit für den Ausflug selbst bleibt.
Natur & Landschaft
Gabarre-Fahrt ab La Roque-Gageac1-2 StundenDas traditionelle Flussboot, früher für den Transport von Weinfässern genutzt, zeigt das Dorf unter der Felswand und die Landschaft des Tals vom Wasser aus. Eine ruhige Alternative zur Besichtigung zu Fuß.
Jardins de Marqueyssachalber TagGärten aus dem 19. Jahrhundert mit rund 150.000 von Hand geschnittenen Buchsbäumen. Ein gemütlicher Spaziergang mit Ausblicken über das Tal, der sich gut an einen Dorfbesuch anschließen lässt.
Brantôme an der Dronnehalber TagDie Stadt, die als Venedig des Périgord bezeichnet wird, liegt in einer Flussschleife der Dronne. Es gibt Rundfahrten mit flachen Booten, im Sommer außerdem Wasserturniere.
Jardin exotique in La Roque-Gageac1 StundeIm Ortskern wachsen Bambus, Palmen und Bananenpflanzen. Ein kurzer, überraschender Stopp zwischen Dorfbummel und dem Fort, das in den Fels gebaut wurde.
Kultur & Sehenswürdigkeiten
Beynac und Castelnaudhalber TagDie Burg Beynac aus goldfarbenem Stein thront rund 150 Meter über dem Fluss. Castelnaud zeigt ein Museum zur mittelalterlichen Kriegsführung mit Waffen, Rüstungen und nachgebauten Belagerungsmaschinen.
La Roque-Gageac und Dommehalber TagLa Roque-Gageac liegt am Fels mit einem über Treppen erreichbaren Fort. Domme, eine befestigte Stadt, bietet Ausblicke über das Dordogne-Tal, Stadtmauern und Türme.
Sarlat-la-Canédahalber TagDie mittelalterliche Altstadt hat Schieferdächer, Kopfsteinpflastergassen, Stadtpalais in der Rue des Consuls und eine Markthalle in einer ehemaligen Kirche. Markttage vorher beim Tourismusbüro erfragen.
Lascaux IV in Montignac2-3 StundenDie originalgetreue Nachbildung der Höhle von Lascaux führt durch die Malereien der Vorgeschichte. Für den Besuch sind etwa 2 bis 3 Stunden vorzusehen.
Aktiv & Sport
Kanu auf der Dordogne bei La Roque-Gageac1,5-3 StundenVom Boot aus sieht man das Felsendorf La Roque-Gageac und weitere Burgen und Dörfer des Tals. Schwimmweste und wasserdichte Behälter gehören beim Verleih dazu, Kinder unter 5 Jahren und Nichtschwimmer dürfen nicht mit.
Kanu auf der Vézère3 StundenDie Strecke von Montignac-Lascaux nach Saint-Léon-sur-Vézère ist 12 Kilometer lang und dauert etwa drei Stunden, vorbei an den Schlössern Losse und Belcayre. Ein Shuttle bringt Paddler zurück.
Voie verte ab Sarlathalber TagDer Radweg auf einer stillgelegten Bahntrasse führt durch Wälder und entlang der Dordogne. Die Strecke ist familienfreundlich, Räder lassen sich vor Ort mieten oder mitbringen.
Mit Kindern
Château des Milandeshalber TagDas Schloss aus dem 15. Jahrhundert war das Zuhause von Joséphine Baker und hat Gärten. Es gibt Greifvogelshows mit mehr als 60 Arten, ein Programm, das Kinder oft begeistert.
Parc du Bournat in Le Bugueganzer TagEin Freizeitpark im Stil von 1900 mit historischen Fahrgeschäften, funktionierender Windmühle und Pferdekutschen. Ein Ausflug, der sich gut über einen ganzen Tag ausdehnen lässt.
Kurze Kanutour Le Buisson bis Limeuil1,5 StundenDie Strecke ist 6 Kilometer lang und dauert etwa 1,5 Stunden. Sie eignet sich für einen kurzen Ausflug, allerdings ist die Fahrt erst für Kinder ab 5 Jahren und Schwimmer erlaubt.
Bei Regen
Gouffre de Proumeyssac1 StundeDie Tropfsteinhöhle bei Audrix ist 52 Meter tief und hat konstant 14 Grad. Die etwa einstündige Führung nutzt Ton- und Lichtinszenierung, optional geht es im Korb hinab. Fotografieren ist verboten.
Grotte de Rouffignac1-2 StundenEin elektrischer Zug fährt durch die Galerien mit mehr als 250 Tierfiguren aus dem Magdalénien. Die Höhle gehört zum UNESCO-Welterbe im Vézère-Tal.
Nationalmuseum für Vorgeschichte in Les Eyzies1-2 StundenDas Museum im ehemaligen Château zeigt über 18.000 Objekte aus 400.000 Jahren Menschheitsgeschichte. Les Eyzies gilt als Welthauptstadt der Vorgeschichte, ein guter Einstieg vor Höhlenbesuchen.
Museum für mittelalterliche Kriegsführung in Castelnaud1-2 StundenIm Schloss Castelnaud sind Waffen, Rüstungen und Nachbauten von Belagerungsmaschinen ausgestellt. Wer schlechtes Wetter hat, kann hier einen Teil des Besuchs drinnen verbringen.
Beispiel-Tagespläne
Tag 1: Burgen und Felsendörfer
Vormittag
Zuerst zur Burg Beynac hinaufgehen, solange es noch ruhig ist, danach weiter nach Castelnaud und das Museum zur mittelalterlichen Kriegsführung mit Waffen und Rüstungen ansehen.
Nachmittag
In La Roque-Gageac eine Gabarre-Fahrt machen, danach das Fort und den Jardin exotique ansehen. Wer noch Zeit hat, fährt weiter nach Domme.
Abend
Von Domme aus über das Dordogne-Tal blicken und die Stadtmauern und Türme der befestigten Stadt zu Fuß ansehen.
Tag 2: Vorgeschichte im Vézère-Tal
Vormittag
Lascaux IV in Montignac besuchen und zwei bis drei Stunden für die Nachbildung der Höhle einplanen. Früh zu starten lohnt sich, weil danach noch Zeit für Les Eyzies bleibt.
Nachmittag
Im Nationalmuseum für Vorgeschichte in Les Eyzies die Funde ansehen, das funktioniert auch bei Regen. Alternativ zum Gouffre de Proumeyssac fahren und die etwa einstündige Führung machen.
Abend
Durch die Altstadt von Sarlat schlendern, die Kopfsteinpflastergassen und die Rue des Consuls ansehen und die Markthalle in der ehemaligen Kirche entdecken.
Tag 3: Paddeln und Gärten
Vormittag
Kanutour auf der Dordogne bei La Roque-Gageac. Schwimmweste und wasserdichte Behälter gibt es beim Verleih, so sieht man Dörfer und Burgen vom Wasser aus.
Nachmittag
Die Jardins de Marqueyssac mit ihren Buchsbäumen besuchen oder mit Kindern das Château des Milandes samt Greifvogelshow.
Abend
Regionale Spezialitäten wie Foie gras oder Monbazillac-Süßwein für den Abend einkaufen und in Ruhe am Platz essen.
Passende Campingplätze
10 passende Campingplätze in unserer Datenbank, nach Ort gruppiert.
Wie lang ist die Kanustrecke zwischen La Roque-Gageac und Beynac?
Rund 8 Kilometer, das dauert etwa 1,5 Stunden. Auf der Strecke passiert man die Burgen Castelnaud, Marqueyssac, Fayrac und Beynac. Sie gilt als der landschaftlich reizvollste Abschnitt der Dordogne.
Wann ist die Kanusaison an der Dordogne?
Offiziell von Anfang Mai bis Ende September, nach Angaben regionaler Anbieter. Juni und September gelten als ideal wegen ausreichend Wasser und weniger Andrang. Nach starkem Regen sollte man auf Fahrten verzichten.
Muss man schwimmen können, um zu paddeln?
Meist ja: Verleiher verlangen laut Maison du Périgord einen 25-Meter-Schwimmnachweis. Rettungswesten sind Pflicht, Kinder unter 7 Jahren brauchen einen erfahrenen Erwachsenen. Die Regeln unterscheiden sich je nach Anbieter.
Ist das Baden im Fluss überall erlaubt?
Nicht unbedingt. Beaufsichtigt sind nur einzelne Strände, meist im Juli und August. Die ARS kann Badeverbote wegen Cyanobakterien aussprechen, wie 2025 in Limeuil. Prüfen Sie Aushänge und Behördenmeldungen.
Welche Sehenswürdigkeiten gibt es im Périgord Noir?
Zum Beispiel Sarlat-la-Canéda, Les Eyzies mit dem Nationalen Prähistorischen Museum, die Burgen Castelnaud und Beynac sowie die Gärten von Marqueyssac. Lascaux ist geschlossen, als Ersatz gibt es Lascaux 4.