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Camping Bretagne: Regionen, Küsten und Reisezeit im Überblick

Camping Bretagne bedeutet Urlaub auf einer Halbinsel im äußersten Nordwesten Frankreichs, die nach Wikipedia im Norden, Westen und Süden vom Atlantik umgeben ist und gut 27.400 Quadratkilometer umfasst. Die Region gliedert sich in die vier Départements Finistère, Morbihan, Côtes-d'Armor und Ille-et-Vilaine, deren Landschaften sich deutlich unterscheiden: vom rauen Westen bis zu den geschützten Buchten im Süden.

Diese Seite ordnet Küstenabschnitte, Départements, Ausflugsziele, Klima und Anreise ein und zeigt, wie sich Küste und Hinterland für Camper unterscheiden. Zu den Themen Meer, Hund und Pool gibt es vertiefende Seiten, die hier nur kurz erwähnt werden, damit der Überblick nicht doppelt.

Küste und Hinterland: Landschaften der Bretagne

Die Küste der Bretagne ist laut France Naturelle rund 2.800 Kilometer lang und wechselt zwischen Sandstränden, Felsküsten und geschützten Buchten. Im Norden liegt die Côte de Granit Rose mit ihren rosafarbenen, bizarr geformten Granitfelsen. Am Cap Fréhel ragen Granitklippen über 70 Meter aus dem Atlantik, wie Wikipedia festhält. Im Südwesten von Finistère streckt sich das Cap Sizun mit der Pointe du Raz, dem westlichsten Punkt Frankreichs.

Im Süden liegt der Golf von Morbihan mit über 40 Inseln, ein weitgehend geschützter Meeresarm. Das Landesinnere gehört geologisch zum Armorikanischen Gebirge und ist deutlich sanfter: Der höchste Punkt, der Roc'h Ruz in den Monts d'Arrée, misst nur 385 Meter. Dort wechseln Wälder, Heide und Täler. Für Camper heißt das: Küstenlagen bieten Meerblick und Klippenwege, sind aber dem Atlantikwind stärker ausgesetzt, während das Hinterland ruhiger und geschützter ist. Rund 5.000 Kilometer Wanderwege verbinden beide Räume.

Die vier Départements im Vergleich

Jedes Département hat ein eigenes Profil:

  • Finistère bildet den äußersten Westen mit zwei Küsten, der Crozon-Halbinsel, dem Cap Sizun und den Monts d'Arrée. Große Teile gehören zum Regionalen Naturpark Armorique. Größte Stadt ist Brest, zudem liegt Quimper hier.
  • Côtes-d'Armor steht für die Nordküste mit der Côte de Granit Rose und dem Cap Fréhel. Vor der Küste liegt die Insel Bréhat.
  • Morbihan umfasst den Golf von Morbihan und die Südküste. Bekannt sind die Steinreihen von Carnac und die Stadt Vannes; Lorient ist mit gut 58.000 Einwohnern eine der größeren Städte der Region.
  • Ille-et-Vilaine im Osten grenzt an die Normandie. Hier liegen Saint-Malo und Dinard an der Küste sowie Rennes, die Regionalhauptstadt mit rund 231.000 Einwohnern.
  • Wer Meer und Kultur verbinden will, findet in Ille-et-Vilaine den Städtekontrast, in Finistère die wildeste Küste, in Morbihan die ruhigeren Buchten.

Reiseziele und Ausflüge

Typische Ausflugsziele, die in den geprüften Quellen genannt werden:

  • Carnac: Steinreihen und der Menhir von Le Manio, der mit 6,5 Metern als größter der Umgebung gilt.
  • Saint-Malo: die Stadt hinter ihren Festungsmauern an der Nordküste.
  • Crozon-Halbinsel: Steilküsten, Heide und Sandbuchten mit Orten wie Camaret-sur-Mer und Morgat sowie Landspitzen wie Pen Hir.
  • Île de Bréhat und die Inseln Ouessant, Molène und Sein für Bootstagesausflüge.
  • Naturparks: Armorique (125.000 Hektar, etwa zur Hälfte Meeresfläche), Golfe du Morbihan (seit 2014), Brière (Feuchtgebiet mit Kanälen zwischen Vilaine- und Loire-Mündung, laut La Bretonelle Frankreichs zweitgrößtes Moorgebiet) und der Meeresnaturpark Iroise mit dem nach Quelle größten zusammenhängenden Algenfeld Europas.
  • Städte: Rennes, Brest, Quimper, Vannes und Dinan für Regentage und Kulturprogramm.

Klima und beste Reisezeit

Die Bretagne hat ein ausgeprägt ozeanisches Klima. Laut Wikipedia liegt die Jahresmitteltemperatur bei 9 bis 12 Grad, die Niederschläge betragen 700 bis 800 Millimeter im Jahr. Das Wetter ist wechselhaft; France Naturelle rät, auch im Sommer mit Schauern und Temperaturschwankungen zu rechnen.

La Bretonelle beschreibt die Jahreszeiten so: Im Frühjahr steigen die Temperaturen von unter 10 Grad im März auf etwa 14 Grad im Mai, der Mai gilt als ruhige Reisezeit. Juni bis August sind die wärmste, sonnigste und niederschlagsärmste Zeit mit 17 bis 19 Grad im Binnenland, aber auch die vollste. Der September bringt 16 bis 17 Grad bei weniger Andrang. Ab Mitte Oktober treffen Herbststürme auf die Küste, der Winter ist sonnenarm, regnerisch und stürmisch. Für Camper mit Zelt sind daher Mai bis September die naheliegende Spanne.

Anreise aus Deutschland

Aus Süd- und Westdeutschland führt die Route laut La Bretonelle über Metz, Paris und Le Mans; Rennes ist auf diesem Weg der Knotenpunkt in der Bretagne. Wer aus dem Norden Deutschlands kommt, fährt über die Niederlande, Belgien und die Normandie. Die Bretagne selbst ist frei von mautpflichtigen Autobahnen, auf den Strecken davor fallen dagegen in anderen Regionen Frankreichs Mautgebühren an.

Wegen der Küstenlänge und der Halbinselform sind die Fahrzeiten zwischen Ost und West beträchtlich; eine Region-Rundreise lohnt sich daher eher mit zwei oder drei Standorten als mit täglichem Wechsel.

Was unternehmen? Ideen und Tagesplan

Die Bretagne verbindet Küste, Hinterland und eine eigene Kultur mit Megalithen, Festen und Hafenstädten. Wähle je Tag einen Schwerpunkt aus den Kategorien oder übernimm einen der drei Tagespläne. Plane Ziele, die nah beieinander liegen, und halte für Regentage eine Indoor-Option bereit.

Natur & Strand

  • Côte de Granit Rose halber TagRötliche Granitfelsen und Klippen zwischen Bréhat und Trébeurden. Ideal für einen ausgedehnten Küstenspaziergang mit vielen Fotostopps entlang der Felsen.
  • Pointe du Raz 1-2 StundenWestlichster Punkt Frankreichs mit weitem Blick auf den Atlantik, die Leuchttürme La Vieille und Tévennec und die Île de Sein.
  • Golfe du Morbihan halber TagInlandsmeer mit über 40 kleinen Inseln. Man kann es per Boot erkunden oder auf dem Küstenwanderweg umrunden.
  • Strände von Carnac halber TagFünf Sandstrände, von Kiefernwald gesäumt, mit flach abfallendem Wasser und einer Promenade mit Crêperien und Fischrestaurants.

Kultur & Sehenswürdigkeiten

  • Menhire von Carnac halber TagÜber 3.000 Menhire, darunter die Steinreihen von Kerlescan, Kermario und Le Ménec. Das Musée de Préhistoire ordnet die Funde ein.
  • Stadtmauern von Saint-Malo ca. 1 StundeRundgang auf den Mauern mit 15 Aussichtspunkten, Blick auf Bucht, Hafen, Grand Bé und Petit Bé sowie auf Korsarenhäuser.
  • Grand Bé 1-2 StundenBei Ebbe wird die Insel unter den Mauern zur Halbinsel; dort liegt das Grab des Schriftstellers Chateaubriand. Vorher die Gezeitenzeiten prüfen.
  • Quimper 2-3 StundenMittelalterliche Altstadt mit Fachwerkhäusern und der gotischen Kathedrale Saint-Corentin, deren Turmspitzen 1854-1856 ergänzt wurden. Der Ort lässt sich gut zu Fuß erkunden.

Aktiv & Sport

  • GR 34 (Zöllnerpfad) halber bis ganzer TagKüstenwanderweg von über 2.000 km, seit 1791 als Zöllnerpfad angelegt. Einzelne Etappen lassen sich als Tagestouren gehen.
  • Kajak im Golfe du Morbihan halber TagPaddeln zwischen den über 40 kleinen Inseln des Golfs, ein ruhiger Ausflug auf dem Inlandsmeer der Südbretagne.
  • Wald von Brocéliande halber TagRund 12.000 Hektar Wald mit Bezug zur Artussage und Château de Comper, dazu geführte Waldspaziergänge.
  • Monts d'Arrée halber TagBergkette im Hinterland mit weitem Heideland bis 385 m Höhe, geeignet für Wanderungen abseits der Küste und der Strände.

Mit Kindern

  • Grand Aquarium Saint-Malo 2-3 StundenZehn Themenwelten von kalten Meeren bis Tropen mit Fischen aus über 600 Arten, dazu Tastbecken und die Simulation Expédition Nautibus.
  • Phare d'Eckmühl 1-2 Stunden65 m hoher Leuchtturm bei Penmarch, der bestiegen werden kann. Von oben reicht der Blick weit über die Küste des Finistère.
  • Strand von Carnac halber TagFlach abfallende Sandstrände, von Kiefernwald gesäumt, sind für Familien mit kleineren Kindern geeignet und liegen direkt neben Promenade und Hafen.
  • Bootsfahrten zu den Inseln halber TagBootsfahrten gibt es im Golfe du Morbihan und zu Inseln wie Belle-Île oder Bréhat, ein Tagesausflug mit Meeresluft.

Bei Regen

  • Musée de Préhistoire Carnac 1-2 StundenDas Museum in Carnac zeigt Funde aus der Megalithkultur, der Römerzeit und dem frühen Mittelalter und ordnet die Steinreihen der Umgebung ein.
  • Grand Aquarium Saint-Malo 2-3 StundenZehn Themenwelten von kalten Meeren bis Tropen mit Fischen aus über 600 Arten, dazu Tastbecken und die Simulation Expédition Nautibus.
  • Kathedrale Saint-Corentin in Quimper 1 StundeGotische Kathedrale mit Buntglasfenstern und der auffälligen Abweichung der Längsachse im Kirchenschiff, gut als überdachtes Ziel bei Regen.

Beispiel-Tagespläne

Tag 1: Steine und Strand bei Carnac

Vormittag
Menhirreihen von Kermario, Le Ménec und Kerlescan besuchen, danach das Musée de Préhistoire in Carnac für den Hintergrund zur Megalithkultur.
Nachmittag
Baden an den flach abfallenden Stränden von Carnac, dann Spaziergang an der Promenade und am Hafen.
Abend
Abendessen in einer Crêperie oder einem Fischrestaurant an der Promenade.

Tag 2: Korsarenstadt Saint-Malo

Vormittag
Auf den Stadtmauern von Saint-Malo den Rundgang mit Blick auf Bucht, Hafen und Inseln gehen und durch die Altstadt bummeln.
Nachmittag
Bei Ebbe zu Fuß zum Grand Bé mit Chateaubriands Grab, Gezeitenzeiten vorher prüfen. Alternativ das Grand Aquarium besuchen.
Abend
Ruhiger Abend in Saint-Malo mit Spaziergang auf den Mauern oder Essen in der Altstadt.

Tag 3: Finistère mit Kap und Kathedrale

Vormittag
Zur Pointe du Raz fahren und den Küstenpfad mit Blick auf La Vieille, Tévennec und die Île de Sein gehen.
Nachmittag
Weiter nach Penmarch zum Phare d'Eckmühl und, wenn das Wetter klar ist, hinaufsteigen für den Blick über die Küste.
Abend
Zum Abschluss Quimper: Altstadtspaziergang zwischen Fachwerkhäusern und Blick auf die Kathedrale Saint-Corentin.

Passende Campingplätze

280 passende Campingplätze in unserer Datenbank, hier die 48 am besten bewerteten (nach Sternen), nach Ort gruppiert.

Finistère (20)

Morbihan (13)

Côtes d'Armor (9)

Ille-et-Vilaine (6)

Alle Campingplätze der Region ansehen →

Häufige Fragen

Aus welchen Départements besteht die Bretagne?

Die Bretagne umfasst vier Départements: Finistère im äußersten Westen, Côtes-d'Armor an der Nordküste, Morbihan im Süden mit dem Golf von Morbihan und Ille-et-Vilaine im Osten mit Rennes und Saint-Malo. Regionalhauptstadt ist Rennes mit gut 230.000 Einwohnern.

Wann ist die beste Reisezeit für die Bretagne?

Nach La Bretonelle sind Mai und September ruhigere Monate mit angenehmen Temperaturen von etwa 14 bis 17 Grad. Juni bis August sind am wärmsten, sonnigsten und trockensten, aber auch am vollsten. Ab Mitte Oktober beginnen Herbststürme an der Küste.

Gibt es in der Bretagne Mautstraßen?

Laut La Bretonelle ist die Bretagne frei von mautpflichtigen Autobahnen. Auf der Anreise durch andere französische Regionen, etwa über Paris und Le Mans, können dagegen Mautgebühren anfallen. Aktuelle Streckendetails sollten vor der Fahrt geprüft werden, da sich Regelungen ändern können.

Welche Naturparks gibt es in der Bretagne?

Genannt werden der Regionale Naturpark Armorique in Finistère, der Naturpark Golfe du Morbihan, der Naturpark Brière bei Saint-Nazaire und der Meeresnaturpark Iroise westlich von Finistère. Sie bieten Küste, Inseln, Moorlandschaft und Bootstouren und lassen sich gut mit einem Campingaufenthalt verbinden.

Wie reise ich aus Deutschland in die Bretagne an?

Aus Frankfurt, München, Nürnberg oder Süddeutschland führt die Route laut La Bretonelle über Metz, Paris und Le Mans nach Rennes. Aus Norddeutschland geht es über die Niederlande, Belgien und die Normandie. In der Bretagne selbst fällt keine Autobahnmaut an.

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Quellen

Redaktionelle Recherche, Stand: September 2026. Regeln und Preise vor der Reise beim Anbieter bzw. vor Ort prüfen.