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Camping Dänemark Nordsee: Strände, Dünen und Wattenmeer
Camping Dänemark Nordsee bedeutet weite Sandstrände, Dünenlandschaften und ein Meer, das von Ebbe, Flut und Wind geprägt ist. Die dänische Nordseeküste erstreckt sich über mehr als 500 Kilometer von Vidåslusen im Süden bis Skagen im Norden Jütlands.
Wer hier campt, sollte einige Besonderheiten kennen: die Regeln zum Campen außerhalb von Campingplätzen, die Frage zum Campingpass, die Leinenpflicht für Hunde und das Fahren auf ausgewählten Stränden. Der Überblick unten bündelt diese Punkte und nennt bekannte Küstenabschnitte, damit du deine Reise gut vorbereitest.
Die Nordseeküste in Jütland
An der Westküste wechseln sich schier endlose Sandstrände und Dünengebiete ab. Zu den bekannten Orten und Abschnitten zählen Esbjerg, Blåvand, Henne Strand, Holmsland Klit, Hvide Sande, Hanstholm, Hirtshals und Skagen.
Die Inseln Rømø und Fanø sind für ihre breiten Strände bekannt. Rømø gilt als Nordeuropas breitester Sandstrand, Fanø liegt etwa 50 Kilometer von der deutschen Insel Sylt entfernt. Im Wattenmeer, dem größten und artenreichsten der Welt, prägen Ebbe und Flut die Landschaft.
Wer Wellen sucht, findet an der Küste um Klitmøller und Vorupør das Surfrevier „Cold Hawaii“.
Campen in Dänemark: Regeln und Campingpass
Camping außerhalb der Campingplätze ist in Dänemark nicht erlaubt, auch nicht in den Küstendünen. Es gibt kein allgemeines Jedermannsrecht für das Freilanden mit Wohnmobilen. Ausnahmen sind ausgewählte staatliche Wälder (eine Nacht, zwei Zelte, drei Personen) sowie ausgewiesene Naturlagerplätze mit einfacher Ausstattung.
Einen einheitlichen, für alle Plätze verpflichtenden Campingpass gibt es seit 2017 nicht mehr. Einzelne Betreiber können eigene Karten verwenden. VisitDenmark nennt für den Camping Key Europe rund 16 Euro. Frage vorab bei deinem Platz, ob eine Karte verlangt wird.
Campingplätze werden mit bis zu fünf Sternen klassifiziert, bewertet werden Gebäude, Freiflächen und Einrichtungen.
Autostrände und Strandregeln
Auf einigen Nordsee-Stränden darf man mit dem Auto fahren. Bekannt sind:
Rømø: Lakolk Strand und Sønderstrand
Fanø: der Weststrand bei Fanø Bad und Rindby
Vejers Strand: teilweise befahrbar
Jammerbucht: Rødhus, Blokhus und Løkken
Wichtig: Die Erlaubnis zum Befahren bedeutet nicht, dass du dort übernachten darfst. Schlafen am Strand, in den Dünen oder auf Parkplätzen am Strand ist nicht erlaubt. Maßgeblich sind immer Beschilderung und Tempolimits vor Ort, und bei Ebbe und Flut ist Vorsicht geboten.
Hunde im Campingurlaub
Die meisten Campingplätze sind hundefreundlich, manche verlangen eine kleine Tagesgebühr. An vielen Stränden gilt vom 1. April bis 30. September Leinenpflicht. Bestimmte Hunderassen sind in Dänemark verboten, informiere dich vor der Reise.
Für die Einreise brauchen Hunde einen EU-Heimtierausweis. Bei der ersten Tollwutimpfung ist eine Wartezeit von 21 Tagen vor der Einreise einzuhalten. Es gibt ausgewiesene Hundestrände, bei Fragen hilft der Campingplatz oder das lokale Touristenbüro.
Wetter, Wind und Reisezeit
Das Klima ist windig, die vorherrschende Windrichtung ist West. Wetterwechsel kommen häufig und schnell, deshalb lohnt der Blick auf die lokale Vorhersage.
Die Nordsee ist kühl: Sie erreicht laut Reiseportalen nur bis etwa 17 Grad, als Badezeit gelten Juli und August. Lange Sonnentage gibt es zwischen Mai und August.
Die Hochsaison dauert von Ende Juni bis Mitte August, dann werden Reservierungen an den Küstenplätzen empfohlen. Juni und September gelten als gute Monate für Rundreisen. Vor dem 15. Juni und nach dem 15. August sind viele Plätze günstiger.
Was unternehmen? Ideen und Tagesplan
Die dänische Nordseeküste lebt von weiten Stränden, Dünen und dem Wattenmeer. Die Ideen unten sind nach Interessen sortiert; darunter finden Sie drei Tagespläne, die Strandtage, Inselausflug und Regenprogramm kombinieren. Wählen Sie je Tag ein Hauptziel und ergänzen Sie es mit einer kleinen Aktivität in der Nähe.
Natur & Strand
Rømø-Strandhalber TagBei Ebbe ist der Strand im Westen der Insel etwa 2 bis 3 km breit und bis zu 18 km lang. Er eignet sich zum Spazieren, Baden und Drachensteigen.
Fanø: Strand und Sønderhoganzer TagDer Strand auf Fanø ist rund 650 m breit und 12 km lang. Das Dorf Sønderho im Süden hat über 70 geschützte Reetdachhäuser.
Rubjerg Knudehalber TagWanderdüne, Steilküste und Leuchtturm im Norden Jütlands. Die Klippen sind bis zu 60 m hoch. Feste Schuhe mitnehmen und Abstand zur Kante halten.
Seehund-Safari von Fanø2-3 StundenVon Fanø aus werden Seehund-Safaris zu den Sandbänken im Wattenmeer angeboten. Die Abfahrten hängen von den Gezeiten ab, deshalb Termine vorab beim Veranstalter erfragen.
Kultur & Sehenswürdigkeiten
Leuchttürme der Westküste1-2 StundenBlåvandshuk ist der westlichste Leuchtturm Dänemarks, Lyngvig Fyr hat 228 Stufen und entstand nach einem Schiffsunglück 1903. Beide zeigen die Küste von oben.
Kommandørgården auf Rømø1-2 StundenDas Museum in Toftum dokumentiert die Geschichte der Walfangkapitäne auf der Insel und passt gut zu einem ruhigeren Nachmittag auf Rømø.
Sankt-Clemens-Kirche1 StundeDie Kirche auf Rømø wurde um 1200 gegründet und zeigt Schiffsmodelle. Ein kurzer Kulturstopp zwischen zwei Strandbesuchen.
Fanø: Nordby und Seefahrtsgeschichtehalber TagNordby hat Gassen, Cafés und Kunsthandwerk. Ein Seefahrtsmuseum, eine Mühle und ein Kapitänshaus erinnern an die Schiffbau-Zeit des 18. Jahrhunderts.
Aktiv & Sport
Radtouren auf Rømøhalber TagRømø lässt sich gut mit dem Rad erkunden. Vom Høstbjerg (19 m) hat man einen Rundblick über Heide und Wattenmeer. Auch Wandern und Geocaching sind auf der Insel verbreitet.
Wind- und KitesurfenAuf Rømø und Fanø sind Windsurfen, Kiten und Strandsegeln verbreitet. Der breite, offene Strand bietet dafür viel Platz.
Reiten auf Islandpferden1-2 StundenAuf Rømø werden Reitausflüge auf Islandponys angeboten. Das ist eine ruhige Aktivität, die sich für einen Vormittag anbietet.
Reiten und Geocaching auf Rømø1-2 StundenNeben Reitausflügen auf Islandponys ist auf der Insel Geocaching beliebt. Beides verbindet Bewegung mit Natur in Heide und Dünen.
Mit Kindern
Strandbuggy und Drachen am Strandhalber TagDer flach abfallende Strand auf Rømø gilt als kindgerecht zum Schwimmenlernen. Drachen steigen lassen, Strandbuggy fahren und Windsurfen sind beliebt.
Ribe Vikingecenterhalber TagRekonstruierte Siedlung aus dem 8. Jahrhundert auf dem Festland. Kinder bekommen dort ein Bild vom Leben der Wikinger.
Seehund-Safari2-3 StundenDie Fahrt zu den Sandbänken bei Fanø ist auch für Familien ein Erlebnis. Fahrzeiten richten sich nach den Gezeiten und müssen vorab geklärt werden.
Geocaching auf Rømø1-2 StundenDie Schatzsuche mit GPS lässt sich gut mit einem Spaziergang durch Heide und Dünen verbinden und macht Kindern oft Spaß.
Bei Regen
Freizeitcenter Skærbækhalber TagRund 10 km von Rømø entfernt mit Schwimmbad, Fitnessbereich und Bowling. Eine Alternative für nasse Tage.
Tønnisgård Naturcenter1-2 StundenDas Naturcenter zeigt Ausstellungen zu Walen und zur lokalen Geschichte und ist gut für einen Regenvormittag auf Rømø.
Rømø Lys1 StundeHier kann man Kerzen selbst gestalten und Souvenirs kaufen, eine einfache Idee für eine kurze Regenpause.
Hjemsted Oldtidsparkhalber TagEin archäologischer Park mit unterirdischem Museum in Südjütland auf dem Festland. Er lässt sich mit dem Ribe Vikingecenter kombinieren.
Beispiel-Tagespläne
Tag 1: Strandtag auf Rømø
Vormittag
Über den Damm auf die Insel fahren und den breiten Weststrand bei Ebbe erkunden. Drachen, Strandspaziergang oder Baden je nach Wetter.
Nachmittag
Mit dem Rad oder zu Fuß auf den Høstbjerg für den Rundblick, danach die St.-Clemens-Kirche oder das Kommandørgården besuchen.
Abend
Ruhiger Abend mit Sonnenuntergang über dem Wattenmeer, Grillen oder Abendessen in der Nähe.
Tag 2: Inselausflug nach Fanø
Vormittag
Frühzeitig über Esbjerg zur Fähre nach Fanø fahren (rund 1 Std. 20 Min. ab Rømø, dann 12 Minuten Überfahrt). In Nordby bummeln.
Nachmittag
Nach Sønderho zu den Reetdachhäusern und an den breiten Fanø-Strand. Optional eine Seehund-Safari, falls Termine passen.
Abend
Rückfahrt mit der Fähre und entspannter Abend; wegen der Fahrzeit nichts Weiteres planen.
Tag 3: Regentag und Kultur
Vormittag
Bei Regen zum Freizeitcenter Skærbæk oder ins Tønnisgård Naturcenter mit der Ausstellung zu Walen und lokaler Geschichte auf Rømø.
Nachmittag
Aufs Festland zum Ribe Vikingecenter oder zum Hjemsted Oldtidspark. Bei Aufklaren einen Halt am Leuchtturm einplanen.
Abend
Kerzen bei Rømø Lys ansehen, danach gemütlicher Abend mit Kartenspiel am Platz.
Passende Campingplätze
56 passende Campingplätze in unserer Datenbank, hier die 48 am besten bewerteten (nach Sternen), nach Ort gruppiert.
Brauche ich für Camping in Dänemark einen Campingpass?
Einen einheitlichen, überall verpflichtenden Campingpass gibt es seit 2017 nicht mehr. Einzelne Betreiber oder Organisationen können eigene Karten verlangen. Frage bei deinem Platz nach, ob und welche Karte er akzeptiert.
Darf ich in Dänemark am Strand oder in den Dünen campen?
Nein. Camping außerhalb der Campingplätze ist nicht erlaubt, auch nicht in den Dünen. Ausnahmen gibt es nur in ausgewählten staatlichen Wäldern und auf ausgewiesenen Naturlagerplätzen mit Ein- bis Zwei-Nächte-Regeln.
Wo darf ich in Dänemark mit dem Auto am Strand fahren?
Etwa auf Rømø (Lakolk, Sønderstrand), auf Fanø (Weststrand), bei Vejers Strand sowie in der Jammerbucht bei Rødhus, Blokhus und Løkken. Beschilderung und Tempolimits beachten, Übernachten dort ist nicht erlaubt.
Wie warm ist die Nordsee in Dänemark?
Die Nordsee erreicht im Sommer nur bis etwa 17 Grad. Juli und August gelten als Hauptbadezeit. Wer empfindlich ist, packt Neoprenschuhe ein und plant Strandtage nach Wind und Vorhersage.
Gilt an dänischen Stränden Leinenpflicht für Hunde?
Ja, vom 1. April bis 30. September gilt an den meisten Stränden Leinenpflicht. Es gibt jedoch ausgewiesene Hundestrände. Informiere dich vor Ort, weil Regeln je Gemeinde abweichen können.