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Camping Normandie am Meer: Klippen, Strände und Gezeiten
Camping Normandie am Meer heißt: weiße Kreidefelsen, breite Sandstrände und ein Meer, das mit den Gezeiten kommt und geht. Die Küste am Ärmelkanal ist rund 600 Kilometer lang und wechselt ihren Charakter von Abschnitt zu Abschnitt.
Im Osten prägen Klippen und Kieselstrände die Alabasterküste, weiter westlich folgen die Côte Fleurie mit feinem Sand, die Perlmuttküste mit den historischen Landungsstränden und die Halbinsel Cotentin. Die folgenden Abschnitte erklären Landschaft, Gezeiten, Wetter und Ausflugsziele, damit du den passenden Küstenabschnitt für deinen Urlaub findest.
Alabasterküste: Kreidefelsen und Kieselstrände
Die Alabasterküste erstreckt sich über 130 Kilometer von Le Tréport bis Le Havre. Laut Normandie-Tourismus prägen hohe weiße Klippen, Kieselstrände mit ihrem unverwechselbaren Geräusch, kleine Fischerdörfer in den Tälern und Hafenstädte mit langer Geschichte das Bild.
Die Klippen bestehen aus Schichten von Kalkstein und Feuerstein und ragen teils über 100 Meter auf. Bei Étretat hat das Meer Tore, Nadeln und Höhlen geformt, darunter die Porte d'Aval, die Manneporte und die rund 70 Meter hohe Aiguille.
Zu den bekannten Orten zählen Fécamp, Dieppe, Le Tréport, Veules-les-Roses und Le Havre. Wichtig für Wanderer: Bleib auf den markierten Wegen und halte Abstand zur Klippenkante.
Côte Fleurie und Perlmuttküste
Die Côte Fleurie liegt in der Region Calvados zwischen Cabourg und Honfleur und ist etwa 40 Kilometer lang. Hier gibt es breite, feine Sandstrände, die sich für Familien und Wassersport eignen. Deauville und Cabourg sind bekannte Badeorte.
Westlich davon folgt die Côte de Nacre (Perlmuttküste) mit wechselnden Sandbuchten und felsigen Abschnitten. Bei Ebbe zieht sich das Wasser hier teils hunderte Meter zurück, sodass sich weite Flächen zum Waten und Spazieren öffnen.
Viele Strände der Region tragen laut Reiseportalen die Blaue Flagge für Wasserqualität. Die Ausstattung reicht von beaufsichtigten Stränden mit Liegenverleih bis zu ruhigeren Abschnitten.
Landungsstrände und Geschichte
Zwischen der Côte de Nacre und der Halbinsel Cotentin liegen die fünf Landungsstrände Sword, Juno, Gold, Omaha und Utah. Sie waren am 6. Juni 1944 Schauplatz der alliierten Invasion.
Zu den Gedenk- und Sehenswürdigkeiten zählen:
das Caen Memorial Museum
die Pointe du Hoc zwischen Utah Beach und Omaha Beach
der amerikanische Friedhof bei Colleville-sur-Mer
das Juno Beach Centre für die kanadischen Truppen
die Überreste des künstlichen Hafens bei Arromanches
das Dorf Sainte-Mère-Église
Viele dieser Orte sind zugleich Gedenkstätten und sollten respektvoll besucht werden. Westlich davon locken Cherbourg mit der Cité de la Mer und der Mont-Saint-Michel als Ausflugsziele.
Gezeiten: Ebbe und Flut planen
Die Normandie zählt zu den Küsten mit dem größten Tidenhub der Welt. In der Bucht des Mont-Saint-Michel und bei Granville beträgt der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser laut Ferienhaus Normandie bis zu 16 Meter. Der Zyklus wiederholt sich etwa alle sechs Stunden.
Für den Strandalltag heißt das: Vor Ausflügen, Wattspaziergängen und Wassersport solltest du Gezeitenkalender prüfen, die es bei den örtlichen Tourismusbüros gibt. Sie zeigen Hoch- und Niedrigwasser sowie den Gezeitenkoeffizienten, der die Stärke des Tidenhubs angibt. Die größten Unterschiede treten bei Voll- und Neumond auf.
Der Mont-Saint-Michel wird seit dem Umbau der Zufahrt bei hohen Wasserständen wieder zur Insel.
Wetter, Reisezeit und Hunde am Strand
Das Klima ist ozeanisch und mild. Im Sommer liegen die Tageshöchstwerte meist bei 24 bis 27 Grad, gelegentlich auch darüber. Juni bis August sind die trockensten Monate, dennoch wechseln sich Sonne und Regen schnell ab, deshalb gehört Regenkleidung ins Gepäck. Das Meer erreicht im Sommer etwa 18 bis 20 Grad.
Als Reisezeit für Strandurlaub wird meist Mitte Juni bis Mitte September genannt.
Ausgewiesene Hundestrände wie in Deutschland gibt es in der Normandie laut Hundeportalen nicht. Die Regeln sind örtlich verschieden: Häufig sind angeleinte Hunde morgens bis 9 Uhr und abends nach 19 Uhr erlaubt, außerhalb der Hauptsaison oft ganztägig. Frage vor Ort nach der Gemeindeverordnung.
Was unternehmen? Ideen und Tagesplan
Die normannische Küste reicht von den Kreideklippen der Alabasterküste über Côte Fleurie und Landungsstrände bis zum Cotentin. Nutze die Ideen für Klippen, Strände, Hafenorte und Radtouren. Der Tidenhub ist teils sehr groß, bis zu 14 m bei den Îles Chausey, daher Gezeiten vorab prüfen.
Natur & Strand
Étretat und Porte d'Avalhalber TagKreidefelsen bis rund 100 m Höhe mit Felsbögen; Klippenpfade bieten weite Blicke über den Ärmelkanal.
Chemin des Douaniers bei Yporthalber TagKüstenwanderweg (GR 21) mit Meerblick, Ausgangspunkt ist das Fischerdorf Yport mit bunten Häusern zwischen Étretat und Fécamp.
Route des Caps im Cotentinhalber TagKüstenstraße im Cotentin mit Leuchttürmen und Küstenpfaden: Cap de Carteret, Nez de Jobourg (128 m) und Port Racine, Frankreichs kleinster Hafen.
Côte Fleuriehalber TagKüstenabschnitt bis zur Seine-Mündung mit Deauville und Trouville; in Deauville lädt die Strandpromenade Les Planches zum Spaziergang ein.
Kultur & Sehenswürdigkeiten
Arromanches und Port Winston2-3 StundenDer künstliche Hafen war ab Juni 1944 in Betrieb. Im Ort zeigen das D-Day-Museum und das Rundkino Arromanches 360 die Landung.
Omaha Beach und Pointe du Hochalber TagStrand zwischen Vierville-sur-Mer und Colleville-sur-Mer, dazu Pointe du Hoc mit sichtbaren Granattrichtern und amerikanischer Soldatenfriedhof.
Honfleurhalber TagFischerhafen mit dem Vieux Bassin, Fachwerkhäusern, der Holzkirche Sainte-Catherine und dem Musée Eugène Boudin, ein Ziel für einen halben Tag.
Fécamp und Dieppehalber TagFécamp: Musée des Pêcheries und Kapelle Notre-Dame-du-Salut. Dieppe: Château-Musée und Musée Estran Cité de la Mer.
Aktiv & Sport
EuroVelo 4 an der Küstemehrere TageRadroute ab Le Tréport entlang von Alabaster-, Blumen- und Perlmuttküste, unter anderem über Cabourg und Ouistreham.
Zöllnerpfad Utah Beach bis Mont-Saint-Michelhalber bis ganzer Tag446 km langer Fernwanderweg von den Landungsstränden zum Mont-Saint-Michel; kurze Abschnitte sind als Tagestour möglich.
Klettern und Kajak in Étretathalber TagRund um die Klippen von Étretat sind laut Merian Wandern, Segeln, Kajak und Klettern möglich, je nach Neigung.
Circuit du plus petit fleuve1-2 StundenRundweg in Veules-les-Roses an historischen Wassermühlen entlang des kleinsten Flusses Frankreichs, ein kurzer und ruhiger Spaziergang.
Mit Kindern
Cité de la Mer in Cherbourghalber TagAquarien, das U-Boot Le Redoutable und eine Titanic-Ausstellung mit Fundstücken vom Wrack, ein Familienziel für einen halben Tag.
Seilbahn in Le Tréport2-3 StundenSeilbahn über die Klippen von Le Tréport; unten liegen Hafen und Place de la Poissonnerie, wo man Meeresfrüchte probieren kann.
Hafen von Barfleur1-2 StundenHafenort mit bunten Fischerbooten, der als eines der schönsten Dörfer Frankreichs gilt und sich für einen kurzen Bummel eignet.
Bei Regen
Overlord Museum1-2 StundenÜber 10.000 Ausstellungsstücke zur Landung 1944, nahe Omaha Beach; ein Indoor-Ziel bei schlechtem Wetter an der Küste.
Musée des Pêcheries in Fécamp1-2 StundenMuseum in Fécamp zur Geschichte der Kabeljaufischerei, ein Indoor-Ziel in der Hafenstadt mit langer Fischereitradition.
Musée Estran Cité de la Mer in Dieppe1-2 StundenMuseum in Dieppe, dem bedeutenden Fischereihafen, das sich dem Meer widmet und bei Regen einen Besuch lohnt.
D-Day-Museum Arromanches1-2 StundenDas 1954 gegründete Museum in Arromanches zeigt die Landung und den Bau des künstlichen Hafens, geeignet als Indoor-Ziel.
Beispiel-Tagespläne
Tag 1: Alabasterküste
Vormittag
Étretat: Klippenpfad entlang der Kreidefelsen mit Blick auf die Porte d'Aval und weite Ausblicke über den Ärmelkanal.
Nachmittag
Chemin des Douaniers Richtung Yport wandern, danach Fécamp mit Musée des Pêcheries oder Kapelle Notre-Dame-du-Salut besuchen.
Abend
Fisch oder Meeresfrüchte am Hafen in Fécamp oder Yport essen und den Tag ruhig ausklingen lassen.
Tag 2: Landungsstrände
Vormittag
Omaha Beach, Normandy American Cemetery und Pointe du Hoc besichtigen und die Gedenkstätten der Küste in Ruhe auf sich wirken lassen.
Nachmittag
Arromanches: Port Winston ansehen, D-Day-Museum und Arromanches 360 besuchen; bei Regen alternativ das Overlord Museum.
Abend
Ausklang in Bayeux, dem nächsten größeren Ort, mit Altstadtspaziergang und Abendessen.
Tag 3: Côte Fleurie
Vormittag
Honfleur: Bummel um das Vieux Bassin mit den Fachwerkhäusern, Besuch der Holzkirche Sainte-Catherine und des Musée Eugène Boudin mit Impressionisten-Werken.
Nachmittag
Weiter nach Deauville zur Strandpromenade Les Planches mit Belle-Époque-Villen, danach ein Abstecher in das nahe Trouville am Meer.
Abend
Essen am Hafen von Honfleur oder Spaziergang auf der Promenade in Deauville zum Abschluss der Küstentour.
Passende Campingplätze
76 passende Campingplätze in unserer Datenbank, hier die 48 am besten bewerteten (nach Sternen), nach Ort gruppiert.
Wann ist die beste Reisezeit für Camping an der Normandie-Küste?
Für Strandurlaub wird meist Mitte Juni bis Mitte September genannt. Im Sommer sind die Monate Juni bis August am trockensten, das Wetter kann trotzdem schnell wechseln. Das Meer erreicht dann etwa 18 bis 20 Grad.
Wie groß ist der Tidenhub in der Normandie?
An der Küste bei Granville und in der Bucht des Mont-Saint-Michel beträgt der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser bis zu 16 Meter. Gezeitenkalender bekommst du bei den Tourismusbüros, sie nennen Zeiten und Koeffizienten.
Was ist der Unterschied zwischen Alabasterküste und Côte Fleurie?
Die Alabasterküste zwischen Le Tréport und Le Havre hat hohe weiße Klippen und Kieselstrände. Die Côte Fleurie zwischen Cabourg und Honfleur ist dagegen von breiten, feinen Sandstränden und eleganten Badeorten geprägt.
Sind Hunde an den Stränden der Normandie erlaubt?
Ausgewiesene Hundestrände gibt es laut Hundeportalen kaum. Vielerorts sind angeleinte Hunde morgens und abends erlaubt, außerhalb der Hauptsaison oft ganztägig. Da die Regeln je Gemeinde variieren, erkundige dich vor Ort.
Welche Landungsstrände gibt es in der Normandie?
Fünf Abschnitte trugen im Juni 1944 die Codenamen Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword. Sie liegen zwischen der Halbinsel Cotentin und der Côte de Nacre. Viele sind heute Gedenkorte mit Museen und Friedhöfen.